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Wichtige Begriffe von A bis Z

AAval

B - Bankauskunft/Rating, Basel III, Beteiligungsfinanzierung, Betriebsmittelfinanzierung, Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), Bilanz, Bonität, Bureau van Dijk

C - Creditreform

D - Darlehen

- Equity bzw. Private Equity, Euler Hermes

- Factoring, Finanzierungskonzept, Fördermittel

I - Islamic Banking/islamische Finanzierungsprodukte

K - Kapitalbeteiligungen, KMU, Kontokorrentkredit, Kredit, Kreditordner

L - Leasing

M - Mezzanine-Kapital, Mikrofinanzierung, Mittelstandsanleihe

S - Strategischer Geschäfts- und Finanzplan

P - Planzahlen

R - Reverse Factoring

S - Sale & Lease Back, Start-up-Finanzierung, Schufa

W - Warenfinanzierung, Wirtschaftsauskünfte

 

Aval

Als Aval bezeichnet man Garantien oder Bürgschaften (z. B. für Scheck- oder Wechselverpflichtungen).

Eine Bank gibt beim Avalkredit kein Geld, sondern eine selbstschuldnerische Bürgschaft oder eine Haftung an den Kreditnehmer.

 

Bankauskunft/Rating

Neben der Wirtschaftsauskunft stellen Banken potenziellen Finanzierungsgebern eine schriftliche Bankauskunft zur Verfügung. Hier spielt die Kontobewegung, Rücklastschriften, regelmäßige Kommunikation mit der Bank und die Ausnutzung des Kontokorrents eine Rolle. Mindestens zu 40 % fließt die persönliche Kompetenz als Kaufmann mit ein. 

Wird beispielsweise das Kontokorrent nicht mindestens einmal im Monat auf 0,00 Euro geführt, hat das negative Auswirkungen auf das Rating.

 

Basel III

Die Finanzkrise zeigte, dass das globale Bankensystem ungenügend qualitativ hochwertiges Eigenkapital besaß. Basel III wurde auf das sogenannte Kernkapital („Common Equity“) fokussiert. 

Es besteht bei juristischen Gesellschaftsformen wie Aktiengesellschaften oder GmbH in erster Linie aus dem eingezahlten Gesellschaftskapital und den Gewinnrücklagen. Basel III reguliert die Vorschriften für Banken zur Kreditvergabe, also welches Eigenkapital sie besitzen müssen.

Seit Basel III wird bei jedem Kredit individuell das Risiko bewertet und festgelegt, welchen Zinssatz die Bank für die eigene Refinanzierung bezahlt und wie hoch das zu hinterlegende Eigenkapital ist.

Für Unternehmen bedeutet das, zu dokumentieren, dass die Kreditausfallrisiken niedrig und die Ertragschancen hoch sind. 

Mit dem Kreditordner werden die Basel-III-Richtlinien optimal erfüllt.

Weitere Informationen zu Basel III: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/2012-10-18-basel-drei-faq.html

 

Beteiligungsfinanzierung

Das haftende Eigenkapital von Unternehmen wird mit einer Beteiligungsfinanzierung erhöht. Damit steigt die Möglichkeit, vermehrt Fremdkapital aufzunehmen und ein besseres Kreditrating und somit günstigere Finanzierungskonditionen zu erhalten.

Beteiligungskapital kann in Form einer Kapitaleinlage von neuen Investoren oder den bisherigen Eigentümern kommen. Es ist immer eine direkte Beteiligung am Unternehmen.

Das Eigenkapital wird nicht auf dem Unternehmenskonto verbucht, sondern auf dem Konto der Investoren oder Eigentümer.

Das gebräuchlichste Mittel der Beteiligungsfinanzierung ist die Kapitaleinlage, aber auch Sacheinlagen, Anteile und Rechte sind im Rahmen der Beteiligungsfinanzierung durchaus möglich. Die jeweiligen Rechtsfolgen sind zu vereinbaren.

Es gibt verschiedene Gründe für eine Beteiligungsfinanzierung: Sanierung des Unternehmens, geplanter Börsengang, Reduzierung der Haftungsfunktion oder Reduzierung des Verschuldungsgrades.

 

Betriebsmittelfinanzierung

Im täglichen Geschäft müssen Materialeinkäufe, Fremdleistungen oder Betriebskosten für Aufträge vorfinanziert werden. In der Regel gibt es eine Faustformel, dass zwei Monatsumsätze durch den eigenen Cashflow bzw. das eigene Kontokorrent vorfinanziert werden müssen, damit kein Liquiditätsengpass entsteht. 

Dies kann zu kurzfristigem Finanzierungsbedarf führen, da die Zahlungseingänge in der Regel später kommen, als die Rechnungen für Lieferanten bezahlt werden müssen. 

Die Betriebsmittelfinanzierung ermöglicht Ihnen die unkomplizierte Finanzierung des laufenden Geschäftes. Mit dieser Art der Finanzierung sorgen Sie für Ihre laufenden Betriebsmittel wie Löhne, Steuern, Gehälter und Umlaufvermögen und können außerdem Skonti nutzen. So sichern Sie sich den notwendigen finanziellen Spielraum und ein ausreichende Liquidität. 

Der Kontokorrentkredit ist eine weitere Finanzierungsform für eine Betriebsmittelfinanzierung.

 

Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)

Mit der betriebswirtschaftlichen Auswertung ermittelt der Steuerberater die tatsächlichen und unterjährigen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Sie beruht auf den Daten der Buchhaltung, zeigt die Erlös- und Kostensituation des Unternehmens und enthält auch Abschreibungen. 

Sie gibt detailliert Auskunft über die aktuelle Ertragslage und wird deshalb gern von Banken als Basis für eine Kreditentscheidung herangezogen.

Das Gründerlexikon sagt zu den Bestandteilen der BWA:

„Zunächst werden in der Vorlage zur betriebswirtschaftlichen Auswertung die Umsatzerlöse, die Bestandsveränderungen sowie die aktivierten Eigenleistungen erfasst. Daraus ergibt sich die Gesamtleistung. Material und Warenverbrauch sowie sonstige betriebliche Erlöse führen schließlich zum betrieblichen Rohertrag. Von diesem müssen Sie noch Ihre Ausgaben abziehen“. 

Diese setzen sich unter anderem aus Reparaturen, Personalkosten, betrieblichen Steuern sowie Telefon- und Fahrzeugkosten zusammen, um nur einige Faktoren zu nennen. Anschließend können Sie Ihr Gesamtergebnis berechnen und so einen direkten Vergleich mit den Ergebnissen des letzten Jahres bzw. desgleichen Monats im vergangenen Jahr erhalten.

Wenn Sie betriebswirtschaftliche Auswertungen in den Kreditordner hochladen, müssen diese immer mit der Summen- und Saldenliste (gesamter Anhang) verfügbar sein. 

Die Auswertungen sollten in der Regel höchstens entsprechend der Fristverlängerung beim Finanzamt verfügbar sein (maximal zwei Monate alt).

 

Bilanz

„Bilanz“ kommt vom italienischen „Bilancia“ und heißt übersetzt „die Balkenwaage“.

Wenn die Schalen solch einer Balkenwaage gleich schwer sind, dann befinden sie sich im Gleichgewicht. In einer Bilanz werden Vermögen (AKTIVA/Verwendung der Mittel) und Kapital (PASSIVA/Ansprüche der Gläubiger und Unternehmer an das Vermögen) gegenübergestellt und müssen immer den gleichen Betrag ergeben (= Bilanzgleichung).

Für die Erstellung einer Bilanz gibt es einen Stichtag (die GuV [Gewinn- und Verlustrechnung] wird für einen Zeitraum erstellt).  

Die Bilanz sollte möglichst bis zum 31. März des Folgejahres (Jahr 2015 am 31. 3. 2016) bei der Bank abgegeben werden. Eine verspätete Abgabe bedeutet in der Regel ein schlechteres Rating und somit eine schlechtere Bonitätsbeurteilung. 

 

Bonität

Die Bonität oder die Kreditwürdigkeit (von lateinisch „bonitas“: „Vortrefflichkeit“) ist in der Finanzwirtschaft die wirtschaftliche Rückzahlungsfähigkeit, also die Zahlungswilligkeit eines Schuldners,  seine zukünftigen Zahlungsverpflichtungen vollständig und fristgerecht zu erfüllen. 

Der Bonitätsindex gibt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Kreditnehmer in der Lage und willens sein wird, die erforderlichen Rückzahlungen zu leisten.

Die Bonität wird aus dem persönlichen Zahlungsverhalten des Kreditnehmers und dem Zahlungsverhalten seiner Branche ermittelt.

Mit dem Geschäfts- und Finanzplan belegt der Kreditnehmer, dass seine Bonität besser als die der Branche ist. 

Vereinfacht bedeutet das: Liegt beispielsweise bei der Creditreform das Kreditausfallrisiko innerhalb einer Branche zwischen 0,3 % und 0,7 %, besitzt diese Branche eine gute Bonität. Das entspricht einer Risikoklasse II (Schulnote 2). 

Liegt das Kreditausfallrisiko bei 1,5 % bis 3,0 %, entspricht das der Risikoklasse IV (Schulnote 4). D. h., dass bis zu 3 % der Kredite innerhalb einer Branche nicht zurückbezahlt werden.

Mit dem Kreditordner dokumentieren Sie Ihr potenzielles Kreditausfallrisiko und wie Sie dieses senken. Damit steigt Ihre Bonität bei Finanzierungsgebern. 

 

Bureau van Dijk

Bureau van Dijk (BvD) ist ein weltweit führender Anbieter von Firmeninformationen. Die Produkte reichen von Datenbanken mit Informationen über internationale Unternehmen bis hin zu umfassenden, globalen Informationslösungen.

Aktuell werden zu ca. 140 Millionen Unternehmen, Banken und Versicherungen weltweit Stammdaten, Ratings, Finanzinformationen, Beteiligungsverknüpfungen u. v. m. bereitgestellt.

Mehr zum Unternehmen: http://www.bvdinfo.com/de-de/home.

 

Creditreform

Die Unternehmensgruppe Creditreform agiert als Wirtschaftsauskunftei und Inkassodienstleister sowie in anderen Geschäftsfeldern.

Zwischen 2009 und 2011 hat Creditreform eine neue Auskunftsgeneration eingeführt, welche neben Lösungen für Kreditentscheidungen im mittleren und hohen Risikobereich auch Auskunftsformate für Bonitätsprüfungen bei geringen Risiken anbietet. Von Bedeutung sind dabei mehr als 90 Millionen Zahlungsbelege aus dem Debitorenregister Deutschland, dem Zahlungserfahrungspool von Creditreform. 

Darüber hinaus stehen rund acht Millionen Bilanzen zu einer Million Unternehmen zur Verfügung. Weitere neue Inhalte sind Angaben zur Kreditausfallwahrscheinlichkeit eines Unternehmens, zu Beteiligungen und Funktionen der Beteiligten sowie zum Unternehmensstatus und zur Unternehmenshistorie. Ein wesentliches Merkmal der Bonitätsauskünfte ist der Bonitätsindex. Weitere Neuentwicklungen werden im Bereich des Monitorings – der Überwachung der Bonität eines Geschäftspartners in einer laufenden Kundenbeziehung – zur Verfügung gestellt.

Seit Februar 2011 integriert Creditreform eine weiterentwickelte Version des Bonitätsindex in die verschiedenen Produktformate der Unternehmensauskunft. Dazu wurden die Berechnungsmethode und die Informationsgrundlage für den Bonitätsindex weiterentwickelt. 

Zusammen mit einer möglichst genauen Angabe zur Kreditausfallwahrscheinlichkeit des jeweiligen Unternehmens soll der dabei entstandene Bonitätsindex 2.0 dazu beitragen, potenziell ertragreiche und verlustreiche Geschäfte oder Geschäftspartner noch exakter voneinander unterscheiden zu können. Die wesentlichen Veränderungen hat Creditreform in einem Informationsfilm zusammengefasst (Quelle: Wikipedia).

 

Darlehen

Ein Darlehen ist ein schuldrechtlicher Vertrag. Geldanleihen mit einer längeren Laufzeit und einer höheren Summe werden in der Regel als Darlehen bezeichnet.  

Ein Kredit ist ein Darlehen mit kürzerer Laufzeit und geringerer Summe. Ein Darlehen ist eine Unterform eines Kredits.

Sonderform Annuitätendarlehen: Der jährlich zu zahlende Betrag aus Tilgung und Zinsen ist immer gleich hoch. Dadurch steigt der Tilgungsanteil während der Laufzeit an und der Zinsanteil sinkt entsprechend.

Sonderform Tilgungsdarlehen: Die Tilgung bleibt während der Laufzeit konstant, die Zinsen werden aus dem verbleibenden Kapital berechnet. Dadurch sinken die Raten während der Laufzeit.

Sonderform „Endfälliges Darlehen“: Das Darlehen wird am Ende der Laufzeit in einem einmaligen Betrag zurückgezahlt.

Sonderform „Nachrangdarlehen“: Das Darlehen wird wie Eigenkapital gewertet, da Rangrücktritt vereinbart worden ist.

Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung – kurz EÜR – ermittelt den Gewinn als Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben. Sie basiert auf Ein- und Auszahlungen. Es gibt keine Forderungen, Verbindlichkeiten oder Rückstellungen.

Sie ist eine seltenere Art der Gewinnermittlung. Üblicherweise wird der Gewinn aus der Gewinn-Verlust-Rechnung ermittelt.

Kleingewerbetreibende und Freiberufler können sich der EÜR bedienen. Die Voraussetzungen dafür finden sich im Handelsgesetzbuch. Die EÜR selbst ist in § 4 Abs. 3 EStG geregelt.

 

Equity bzw. Private Equity

Equity ist „außerbörsliches Eigenkapital“ und wird in Form einer „Beteiligungsfinanzierung“ gegeben. Die Kapitalgeber können private oder institutionelle Anleger sein.

Wird das Kapital an junge oder risikobehaftete Unternehmen gegeben, deren zukünftige Ertragssituation noch nicht absehbar ist, bezeichnet man es als Risiko- oder Wagniskapital (Venture Capital). Venture Capital wird zumeist in Form einer Minderheitsbeteiligung gegeben. Das Kapital fließt direkt in das Unternehmen.

Private Equity wird in der Regel in der Form einer Mehrheitsbeteiligung gegeben. Das Kapital geht an den Vorbesitzer; man spricht dann von einem „Buy-out“.

 

Euler Hermes

Die Euler Hermes SA ist eine Kreditversicherungsgruppe mit Sitz in Courbevoie bei Paris.

Das Unternehmen ist mit einem Marktanteil von rund 35 % weltweiter Marktführer in dieser Sparte. Mit 6.140 Mitarbeitern in über 50 Ländern bietet Euler Hermes ein komplettes Spektrum an Dienstleistungen für das Forderungsmanagement an.

Euler Hermes verkauft Warenkreditversicherungen, Investitionsgüterkreditversicherungen, Vertrauensschadenversicherungen und Kautionsversicherungen für Unternehmen. Darüber hinaus bearbeitet Euler Hermes zusammen mit der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Exportkreditversicherung die staatlichen Exportkreditgarantien im Auftrag und für Rechnung der Bundesrepublik Deutschland (Quelle: Wikipedia).

 

Factoring

Beim Factoring werden die Forderungen eines Unternehmens als Lieferant oder „Kreditor“ gegenüber Schuldner(n) noch vor deren Fälligkeit entweder an ein Kreditinstitut oder ein darauf spezialisiertes Unternehmen (Factor) übertragen.

In der Regel können 30 bis 90 Tage Zahlungsziele an Kunden gewährt werden, was somit als hervorragendes Marketinginstrument genutzt werden kann. Der Factor behält 10 % bis 20 % der Forderung ein, bis der Schuldner komplett gezahlt hat.

Ein weiterer Vorteil des Factorings ist es, dass diese Forderungen über einen Factor hinsichtlich Forderungsausfall und potenzieller Insolvenzanfechtung versichert sind. 

 

Finanzierungskonzept

Ein Finanzierungskonzept stellt den Kapitalbedarf eines Unternehmens hinsichtlich einer Investition, strategischen Finanzbedarf über eine längere Laufzeit oder Projektes dar.

In einem Finanzierungskonzept werden notwendige Eigenmittel, potenzielle Zuschüsse und Fremdmittel berechnet. Jeder Unternehmer sollte mindestens einmal im Jahr seine strategische Finanzplanung und Finanzierungskonzept überarbeiten.

Finanzierungskonzepte sind nachfolgenden Regeln aufzustellen:

Kurzfristiger Finanzierungsbedarf wird kurzfristig (Laufzeit maximal 1 Jahr), mittelfristiger mittelfristig (1 bis 5 Jahre), langfristiger langfristig (5 bis 10 Jahre) finanziert. 

Die Regel Liquidität geht vor Rentabilität sollte immer berücksichtigt werden. 

 

Fördermittel

Unternehmen, Körperschaften oder Privatpersonen, die ihren Kapitalbedarf nicht durch eine Eigenfinanzierung oder eine Fremdfinanzierung decken können, erhalten unter bestimmten Voraussetzungen staatliche Hilfe. 

Diese Voraussetzungen sind in Förderprogrammen niedergelegt, in denen die persönlichen und sachlichen Förderbedingungen enthalten sind. Kapitalengpässe bestehen insbesondere bei Unternehmensgründungen, Existenzgründungen, in strukturschwachen Räumen oder während Unternehmenskrisen. 

Fördermittel sind daher alternative Finanzierungsinstrumente zu Eigenkapital und Fremdkapital. Es handelt sich um Zuwendungen oder Zweckzuwendungen aus dem Haushalt der öffentlichen Hand für juristische oder natürliche Personen, um bestimmte politische oder wirtschaftliche Ziele zu erreichen (Quelle: Wikipedia).

Im Rahmen unserer Beratungsleistung recherchieren wir potenzielle Fördermittel und binden Experten ein, die auf deren Beantragung spezialisiert sind. Fördermittel gibt es unter anderem für:

 Unternehmensberatungen (Bafa, bis zu 50 % Zuschüsse)

 Forschung und Entwicklung

 Investitionen/Betriebsmittel

 Fachkräfteentwicklung

 Migration

Sprechen Sie uns an, damit wir für Sie ein individuelles Fördermittelkonzept erstellen können. 

 

Islamic Banking/islamische Finanzierungsprodukte

Im Islam gilt ein generelles Zins-, Spekulations- und Glückspielverbot für Finanzdienstleistungen. 

Banken vergeben Sachmittelkredite. Die Bank kauft im Auftrag des Kunden einen Sachwert und verkauft das Gut mit einem Aufschlag an den Kunden weiter. Dieser kann den erhöhten Verkaufspreis dann in Raten (ohne Zinsen) abbezahlen.

 

Kapitalbeteiligungen

Ein „Anteilseigner“, „Gesellschafter“ oder „Aktionär“ – je nach Unternehmensform – erwirbt Unternehmensanteiler im Rahmen einer finanziellen Transaktion. 

Der Anteilseigener hat ein Stimmrecht (Mitspracherecht) und ein Recht auf Gewinnbeteiligung. Mit der Höhe der Beteiligung sind Rechtsfolgen verknüpft.

Es gibt „offene“ und „stille“ Beteiligungen. Stille Beteiligungen sind weder aus dem Jahresabschluss noch aus dem Handelsregister ersichtlich. Die Haftung des stillen Gesellschafters ist auf seine Beteiligung beschränkt.

 

KMU

KMU steht für „kleine und mittlere Unternehmen“.

Diese Unternehmen müssen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen.

Kategorie Mitarbeiter Umsatz Bilanzsumme

Mittleres Unternehmen < 250 < 50 Mio. € < 43 Mio. €

Kleinunternehmen < 50 < 10 Mio. € < 10 Mio. €

Kleinstunternehmen < 10 < 2 Mio. € < 2 Mio. €

 

Ein weiteres Kriterium ist, welchem Unternehmenstyp man zugeordnet ist:

• Eigenständiges Unternehmen

• Partnerunternehmen

• Verbundenes Unternehmen

Mit dieser groben Kategorisierung wird festgelegt, ob Unternehmen förderfähig sind. Es soll damit ausgeschlossen werden, dass beispielsweise ein Tochterunternehmen eines Konzerns die gleichen Förderansprüche hätte wie ein selbstständiges Kleinunternehmen.

 

Kontokorrentkredit

Der Kontokorrentkredit ist eine Bezeichnung für eine kurzfristige Betriebsmittelfinanzierung und ist die teuerste Form der Finanzierung, wenn dieser dauerhaft am Limit genutzt wird., 

Auf dem Kontokorrent gewähren Banken ein Kreditlimit, das kurzfristig kündbar ist. Der Kredit soll zur Überbrückung saisonaler Liquiditätsschwankungen genutzt werden. Die Zinsberechnung erfolgt nur auf dem effektiv benutzten Kreditbetrag.

 

Kredit

Die Gebrauchsüberlassung von Sachen oder Geld auf Zeit ist ein Kredit.

Die Unterschiede zwischen einem Darlehen und einem Kredit liegen in der Laufzeit der Verträge und der Höhe der Kredit- bzw. Darlehenssumme.

Geldanleihen mit kürzerer Laufzeit und geringerer Summe werden als Kredite bezeichnet.

Kredite werden mit verschiedenen Laufzeiten angeboten. Laufzeiten von unter einem Jahr werden als kurzfristige, zwischen einem Jahr und vier Jahren als mittelfristige und länger als vier Jahre dauernde als langfristige Kredite bezeichnet. Zu diesen langfristigen Krediten gehört in der Regel die Unterform des Darlehens. In der Anwendung gibt es generell keine Unterschiede zwischen einem Kredit und einem Darlehen.

 

Kreditordner

Der Kreditordner ist die Dokumentation und Zusammenstellung aller relevanten geschäftlichen und privaten Unterlagen, damit Finanzierungsgeber sich ein Bild von der Kreditwürdigkeit und dem möglichen Finanzierungsvolumen von Unternehmen und deren Gesellschaftern verschaffen können.

Der Kreditordner ist so aufgebaut, dass damit alle Unternehmen die notwendigen Richtlinien für die risikooptimierte Kreditvergabe einhalten. 

 

Leasing

Leasing kommt aus dem Englischen von „to lease“: „mieten“ oder „pachten“. Im zivilrechtlichen Sinn ist es ein Nutzungsüberlassungsvertrag oder ein atypischer Mietvertrag. 

Beim Mietkauf wird das Objekt im Anlagevermögen der Bilanz ausgewiesen. Es ist eher ein Ratenkauf - die Zinsen und die Abschreibung können abgesetzt werden. Beim herkömmlichen Leasing spricht man vom Mieten. Die gesamte Leasingrate wird als Kosten abgesetzt. 

Seit Ende 2008 ist Finanzierungsleasing in Deutschland eine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG).

 

Mezzanine-Kapital

Mezzanine-Kapital ist ein Instrument zur Stärkung der Eigenkapitalbasis, das in allen seinen Formen zinsähnlich wie ein Darlehen entlohnt wird. Mezzanine-Kapital wird als Eigenkapital akzeptiert. 

Mitbestimmungsrechte der Kapitalgeber werden ausgeschlossen. Mezzanine-Kapital ist aufgrund der fehlenden Mitbestimmung teurer als herkömmliches Fremdkapital. 

 

Mikrofinanzierung

Unter Mikrofinanzierung versteht man Darlehen und Kredite unter einem Betrag von 25.000 €, die in der Regel an Existenzgründer und Kleinstgewerbe vergeben werden.

Üblicherweise werden sie von spezialisierten Dienstleistern angeboten, weniger von Banken.

 

Mittelstandsanleihe

Eine Form der Refinanzierung mittelständischer Unternehmen über den Kapitalmarkt sind Mittelstandsanleihen. Die Laufzeit beträgt in der Regel fünf Jahre.

Anleihen enthalten einen fixierten Zinscoupon und werden üblicherweise in Mindestnominalen à 1.000 € begeben.

Ihre Handelbarkeit ist als eingeschränkt zu betrachten.

 

Strategischer Geschäfts- und Finanzplan

Mit dem strategischen Geschäfts- und Finanzplan dokumentieren Sie, dass Sie als Unternehmer ein strategisches Ziel haben, wohin sich Ihr Unternehmen entwickeln soll.

Sie dokumentieren dabei alle Risiken und Chancen auf dem Weg zum Ziel, wie Sie Ihre Marktchancen nutzen und mögliche Risiken managen.

Sie zeigen auf, wie Sie unternehmerische und organisatorische Defizite mit welchen Maßnahmen beheben und wie Sie Ihre Stärken konsequent für die Unternehmensentwicklung einsetzen und weiter ausbauen.

Mit dem Geschäfts- und Finanzplan dokumentieren Sie Ihre kaufmännische Kompetenz. 

Mit dem strategischen Finanzplan dokumentieren Sie Ihren Liquiditäts- und Finanzbedarf und schaffen eine Gesprächsgrundlage mit Finanzierungsgebern.

Generell gilt: Finanzierungsgeber möchten darüber informiert werden, welcher potenzielle Kapitalbedarf in den nächsten drei Jahren besteht, welche Eigenmittel vorhanden sind, was zu einem Kreditausfall führen könnte und wie das Kreditausfallrisiko minimiert wird.

 

Planzahlen

Planzahlen sind kalkulatorische Annahmen in Ihrem Businessplan für eine zukünftige Geschäftstätigkeit.

Sie beginnen mit der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und der Bilanzplanung. Daraufhin erstellen Sie die Liquiditätsplanung, aus der sich der Kapitalbedarf ergibt.

Von zentraler Bedeutung ist die Ermittlung von Planzahlen über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren. Sie sollten von Anfang an sichergehen, dass Sie aus dem Gewinn Ihres Unternehmens die eigenen Lebenshaltungskosten bestreiten sowie die Kapitaldienste und die Steuern zahlen können.

Planzahlen bieten Ihnen die Möglichkeit, Abweichungen von den Istzahlen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig darauf zu reagieren. Planen Sie deshalb unter anderem folgende Bereiche:

 Personalplanung Ihres Unternehmens

 Rentabilität Ihres Unternehmens

 Liquidität Ihres Unternehmens

Setzen Sie dabei die Kosten nicht zu niedrig an. Ziehen Sie gegebenenfalls einen Steuer- oder Unternehmensberater hinzu. Arbeiten Sie die Planzahlen in ein Buchhaltungssystem wie DATEV ein, damit Sie eine monatliche Soll-Ist-Analyse erstellen können.

 

Reverse Factoring

Beim Reverse Factoring, auch Wareneinkaufsfinanzierung genannt, übernimmt ein Factor die Forderung und zahlt diese unmittelbar zu 80 % bis 90 %, nach Eingang der Zahlung des Schuldners dann den Rest.

Die Verbindlichkeit muss vom Schuldner spätestens zum Ablauf des Zahlungsziels direkt an den Factor gezahlt werden.

 

Sale & Lease Back

„Rückmietverkauf“.

Die im Eigenbesitz befindlichen Vermögenswerte aus dem Anlagevermögen (zum Beispiel eine Halle) verkauft das Unternehmen an eine Leasinggesellschaft und least diese anschließend zurück. (Mögliche Gewinne aus der Differenz von Buchwert und Marktpreis sind zu versteuern!)

So kann kurzfristig Liquidität geschaffen werden. Nachfolgend belasten jedoch die Leasingraten die Liquidität. Außerdem reduzieren sich die Vermögenswerte in der Bilanz, und der Verschuldungsgrad könnte ansteigen, wenn das Kapital aufgebraucht oder dem Unternehmen entzogen wird.

 

Start-up-Finanzierung

Start-ups oder Start-up-Unternehmen sind neu gegründete Unternehmen („gute, innovative Idee und geringe finanzielle Ressourcen“).

Für den Aufbau des Geschäftes benötigen diese Kapital, das in der Regel von den meisten Banken nicht finanziert wird, da im ersten Jahr eine bilanzielle Überschuldung vorliegen und dieses Risiko von Banken nicht abgedeckt werden kann.

Start-ups sollten über ausreichendes Eigenkapital verfügen und die Gesellschafter umfassende Branchenerfahrung und Fachkompetenz besitzen. Quereinsteiger werden in der Regel nicht von Banken finanziert. 

Start-up-Unternehmen können öffentliche Fördermittel in Form von Landes- oder Staatsbürgschaften in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um ein „volkswirtschaftlich“ förderungswürdiges Vorhaben handelt.

 

Schufa

Die Schufa ist eine privatwirtschaftliche deutsche Wirtschaftsauskunftei in Form einer AG mit Sitz in Wiesbaden.

www.schufa.de

 

Warenfinanzierung

Eine Warenfinanzierung findet immer dann statt, wenn der Einkauf von Waren finanziert, also nicht in bar beglichen werden soll. Das ist im Endeffekt immer mit einem Kredit verbunden, egal, wie dieser gestrickt sein wird.

Vor allem Existenzgründer (Start-up-Unternehmen – siehe auch „Start-up-Finanzierung“) benötigen dies für die Finanzierung ihres Erstbestandes.

Mit der Warenfinanzierung hat man die Möglichkeit, seinen Wareneinkauf zu optimieren (siehe auch „Reverse Factoring“).

 

Wirtschaftsauskünfte

Wirtschaftsauskünfte dokumentieren die Bonität von Unternehmen und Privatpersonen in Form eines Index. Finanzierungsgeber wie Leasinggesellschaften oder Einkaufsfinanzierer ziehen sich eine Wirtschaftsauskunft bei der Creditreform, Euler Hermes oder Bürgel.

Sind diese Auskünfte nicht gepflegt und über einem bestimmten Wert, erhält das Unternehmen keine Finanzierung.

Mit dem Kreditordner stellen Sie den Wirtschaftsauskunfteien auf hohem Niveau aussagefähige Informationen zur Verfügung.